Import in Garmin Connect

Wie bereits auf der vorherigen Seite angedeutet, bietet Garmin neben dem Training Center noch eine webbasierte Lösung zur Verwaltung und Auswertung von aufgezeichnetet Trainingsdaten an: Garmin Connect. Garmin Connect basiert auf der Webapplikation MotionBased und kann mit einem myGarmin-Account (der spätestens bei der Freischaltung des Kartenmaterials angelegt werden muss) kostenfrei genutzt werden. Der große Vorteil von Garmin Connect liegt in der Plattform- und Rechnerunabhängigkeit, d. h. man kann – einen Internet-Zugang vorausgesetzt – von überall auf seine Trainingsdaten zugreifen.

Nach dem Aufruf über die URL http://connect.garmin.com bietet sich im Browser folgende Seitendarstellung:

Startseite Garmin Connect

Startseite Garmin Connect

Nun müssen wir uns zunächst über den Link Sign In mit unserem myGarmin-Account anmelden. Anschließend wird die eigentliche Webapplikation geladen – was leider unter Umständen etwas dauern kann. :( Die Bildschirmansicht wechselt und wir können nun auf die verschiedenen Funktionen von Garmin Connect zugreifen:

Webapplikation nach Login

Webapplikation nach Login

Im ersten Schritt ist es sinnvoll, über den Link Settings die notwendigen persönlichen Einstellungen vorzunehmen, insbesondere die Display Preferences (Metrische Einheiten, korrekte Zeitzone) und die Heart Rate (analog zum Garmin Training Center). Die Dialoge sind selbsterklärend, daher gehe ich nicht weiter auf sie ein. Über den Link Dashboard gelangen wir anschließend wieder auf die Startseite der Webapplikation.

Nun wollen wir unseren aufgezeichneten Track nach Garmin Connect hochladen. Dazu schließen wir – logisch – den Edge wieder per USB an unseren Rechner an und warten, bis alle Laufwerke erkannt wurden. Anschließend klicken wir in der Webapplikation auf den Button Upload. Nun wird das Communicator Plugin geladen und initialisiert:

Communicator Plugin

Communicator Plugin

Ein Klick auf Upload new activities lädt alle bisher nicht in Garmin Connect erfassten Aufzeichnungen automatisch hoch, während es Upload from a list erlaubt, die gewünschten Aufzeichnungen auszuwählen bzw. Dateien hochzuladen, die nicht auf dem Edge, sondern auf einem anderen Datenträger liegen. Da Upload from a list komplett dialoggeführt und daher selbsterklärend ist, möchte ich diese Variante jetzt nicht besprechen. Wir klicken also einfach auf Upload new activities und sehen dem Communicator Plugin dabei zu, wie es seine Arbeit verrichtet… ;)

Sind alle .tcx-Dateien erfolgreich übertragen worden, beglückt uns Garmin Connect mit einer Übersicht über alle gerade verarbeiteten Aufzeichnungen (unser Mustertrack ist der der erste in der Liste, die anderen Einträge bitte einfach ignorieren – es handelt sich dabei um Aufzeichnungen, die ich schon früher einmal nach Garmin Connect übertragen hatte):

)

Upload erfolgreich! :)

Nun klicken wir auf View Details, woraufhin die Bildschirmanzeige erneut wechselt und wir einen Dialog bekommen, der stark an das Training Center erinnert – aber deutlich schicker aussieht, wie ich finde:

Detailansicht einer Aktivität

Detailansicht einer Aktivität

Damit auch alles seine Ordnung hat, wollen wir der Aktivität – die nach dem Upload grundsätzlich Untitled ist – eine Namen zuweisen, damit wir später auch noch wissen, was wir da eigentlich getrieben haben. Dazu klicken wir im oberen Teil der Seite, direkt in der Kopfzeile, auf den Link Untitled und geben einen möglichst eindeutigen Namen ein – am besten ohne Umlaute, da diese nicht korrekt dargestellt werden. Zusätzlich können wir noch eine Beschreibung der Aktivität hinzufügen: Dazu auf Add a description klicken und wie gehabt verfahren.

Um die Verwaltung unserer Aktivitäten noch einfach zu machen – und um entsprechende Auswertungen vorzubereiten – können wir unsere Aufzeichnung nun noch einem bestimmten Aktivitätstyp zuordnen und einen Anlass angeben. Dies geschieht im Bereich Summary über die Felder Activity Type und Event Type. Garmin Connect bietet übrigens deutlich mehr Aktivitätstypen an als das Training Center! Nachdem alle Eingaben erledigt sind, ändern wir die Kartendarstellung spaßeshalber auf Hybrid und wählen im unteren Teil des Browserfenster den Reiter Laps aus. Nun sollte der Bildschirm ungefähr so aussehen:

Bearbeitete Aktivität

Bearbeitete Aktivität

Jetzt möge sich jeder etwas austoben und die verschiedenen Reiter von Timing bis Laps durchklicken und sich selber anschauen, welche Informationen Garmin Connect zusätzlich bereitstellt. Eine Übersicht über alle hochgeladenen Aktivitäten bekommen wir übrigens jederzeit durch einen Klick auf den Link Activities. Schon ganz nett, oder? :D Da kann das Training Center m. E. nicht so ganz mithalten! ;)

Aber es kommt noch besser – wir können nämlich online zusätzlich grundlegende Auswertungen über alle erfassten Aktivitäten fahren. Bei nur einer hochgeladenen Aufzeichnung macht das natürlich nicht ganz so viel Sinn, zur Verdeutlichung habe ich daher einige meiner Aktivitäten hochgeladen und kategorisiert, was sich unter Activities wie folgt äußert:

Ansicht Activities

Ansicht Activities

In der Ansicht können wir durch einen Linksklick auf die Kopfzeile zahlreiche Spalten mit diversen Daten ganz nach Wunsch ein- oder ausblenden oder die Reihenfolge der Spalten mittels Drag & Drop anpassen. Des Weiteren können wir über das Feld Filters, das sich von rechts kommend über den kleinen Doppelpfeil am oberen Ende des blauen Feldes einblenden lässt, nach Schlagwörter, Aktivitätstypen oder bestimmten Zeiträumen filtern.

Nach einem Klick auf den Link Reports kann ich die bisher erfassten Aktivitäten nun nach diversen Merkmalen auswerten. Beispielsweise möchten wir eine Übersicht darüber haben, was wir bisher so unter Street Running geleistet haben. Also wählen wir in der Zeile Report on im ersten Drop-Down-Feld All days aus, im zweiten Drop-Down-Feld Street Running. Garmin Connect berechnet jetzt eine Zusammenfassung des entsprechenden Aktivitätstyps und stellt uns eine entsprechende Übersicht zur Verfügung:

Ansicht Reports

Ansicht Reports

Über das kleine Symbol oberhalb der grafischen Auswertung können wir übrigens die Dimension derselbigen ändern, z. B. auf Distance oder Avg. Heart Rate. Im Gegensatz zum Training Center kann momentan leider nur eine Dimension dargestellt werden. Da MotionBased die Webapplikation aber recht zügig weiterentwickelt, ist damit zu rechnen, das in näherer Zukunft Besserung zu erwarten ist. Wer möchte, kann jetzt noch ein bißchen mit den standardmäßig bereitgestellten Berichten herumexperimentieren, die wir im Bereich Reports finden. Auch in diesem Falle geht probieren über studieren! ;)

Last but not least können wir mit Garmin Connect auch konkrete Trainingsziele, sogenannte Goals, erstellen, verwalten und auf Zielerreichung prüfen. Nach einem Klick auf den entsprechenden Link in der Menüzeile wechselt der Bildschirm. Jetzt legen wir durch einen Mausklick auf Create new goal unser erstes Trainingsziel an – wir nehmen uns hochmotiviert vor, ab kommenden Freitag in sieben Tagen mindestens fünf Mal Laufen gehen. Also nehmen wir folgende Eingaben vor (natürlich varriert das Datum – heute ist der 8. September 2008, bei mir jedenfalls):

Trainingsziel anlegen

Trainingsziel anlegen

Durch die Einstellung Private stellen wir sicher, dass niemand außer uns selbst unser Trainingsziel sehen kann. Schließlich wollen wir ja nicht, dass es jemand nachvollziehen kann, falls der innere Schweinehund doch wieder siegt und wir unser selbst gesetztes Ziel auf ganzer Linie verfehlen… ;)   Klicken wir auf Save, legt Garmin Connect vollautomatisch ein Trainingsziel unter Future an – so lange das gesetzte Datum nicht erreicht ist, wird ein Trainingsziel als inaktiv betrachtet!

Deswegen legen wir nun – analog zur Vorgehensweise eben – ein identisches Ziel, aber mit heutigem Startdatum an. Klicken wir auf Save, legt Garmin Connect das Trainigsziel nun unter Active an und zeigt einen Fortschrittsbalken, der den Zielerreichungsgrad angibt, an:

Aktives Trainingsziel

Aktives Trainingsziel

Abschließend könnten wir das Trainigsziel mit einem Klick auf Send to Device auf den Edge übertragen. Dies macht aber nur begrenzt Sinn, da der Edge im Gegensatz zum Forerunner 405 keine integrierte Funktion zur Verwaltung von Trainingszielen besitzt.

Dies muss uns aber nicht weiter stören, denn jede Aktivität, die im vorgegebenen Zeitraum absolviert, hochgeladen und und der Aktivitätsart Street Running zugeordnet wird, stellt Garmin Connect vollautomatisch gegen das definierte Trainingsziel. Faktisch äußert sich dies darin, dass sich der Fortschrittsbalken nach und nach den 100% nähert. Natürlich können auch verschiedene Goals gleichzeitig aktiv sein! Alle aktiven Trainigsziele werden übrigens übersichtlich auf der Startseite (Dashboard) der Webapplikation angezeigt, man hat so bei jedem Login einen guten Überblick über den Trainingsfortschritt. Schade nur, dass aktive und historische Trainingsziele in der aktuellen Version von Garmin Connect leider nicht editiert oder gelöscht werden können! :(

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Garmin Connect – trotz des durchaus bestehenden inhaltlichen Verbesserungsbedarfs und der teilweise unterirdischen Geschwindigkeit der Webapplikation – eine portable, komfortable und vergleichsweise mächtige Möglichkeit ist, aufgezeichnete Tracks bzw. Trainings zu verwalten und auszuwerten. Zusätzlich lassen sich einfache Trainingsziele erstellen und regelmäßig auf den Zielerreichnungsgrad überprüfen. Nicht schlecht, Herr Specht – finde ich jedenfalls und ziehe Garmin Connect dem Traning Center vor. ;)

Wer aber weder Windows noch OS X als Betriebssystem verwendet, ist auf Lösungen von Drittanbietern angewiesen, da ihm auch Garmin Connect nicht wirklich weiterhilft: Das Browserplugin ist, wie das Training Center auch, nur für Windows und OS X verfügbar. In der Vergangenheit war es zwar möglich, über ein banales Webformular .tcx-Dateien direkt aus dem internen Speicher des Edge auf Garmin Connect hochzuladen. Diese durchaus sinnvolle Funktion bietet die Seite leider nicht mehr, mittlerweile ist ein installiertes Communicator Plugin Voraussetzung für die Nutzung der Webapplikation. Zur Installation desselben auf Windows-Rechnern sind zwangsweise Admin-Rechte nötig, d. h. die zahlreichen Nutzer von Firmenlaptops mit eingeschränkten Nutzerrechten schauen mittlerweile voll in die Röhre. Hier wurde also eine echte „Verschlimmbesserung“ eingeführt! :(

Allerdings gibt es momentan noch eine Ausweichlösung, die sich vermutlich aber von alleine erledigen wird, sobald MotionBased komplett in Garmin Connect aufgegangen ist: Statt Garmin Connect zu nutzen, loggen wir uns auf der MotionBased-Seite mit unserem myGarmin-Account ein – ja, das geht! :P – und nutzen einfach die (noch!) vorhandene, separate Webapplikation von MotionBased, in die wir Dateien auch ohne installiertes Communicator Plugin hochladen können:

MotionBased - manueller Upload

MotionBased - manueller Upload

Nach dem Upload findet sich die gewählte Datei in der Inbox, von dort muss sie in den Digest (MotionBased-Bezeichnung für die Activities-Übersicht) übertragen werden, bevor man sie verwenden kann:

Inbox (MapView)

MotionBased - Inbox (MapView)

Ausgehend von der Inbox bietet MotionBased ungefähr den gleichen Funktionsumfang wie Garmin Connect, ist teilweise aber etwas feiner detailliert und bietet z. B. eine automatische GPS- und Höhenkorrektur in den Activity Options bzw. unter Preferences / Tune-Up (jaja, die korrekte Höhenermittlung – ein bekanntes Problemfeld des Edge 705):

Dashboard

MotionBased - Dashboard

Report

MotionBased - Report

Ein nettes Gimmick ist allerdings der Activity Player, der eine hochgeladene Aktivität im Zeitraffer in der Kartendarstellung ablaufen lässt:

Activity Player

MotionBased - Activity Player

Insgesamt ist MotionBased etwas mächtiger als Garmin Connect. Beispielsweise lassen sich hochgeladene Tracks auch wieder exportieren und anschließend weiterverwenden, z. B. im Training Center, was nach der Höhenkorrektur durchaus Sinn macht. Ein solches Feature bietet Garmin Connect leider nicht. Andere Funktionen wiederum stehen nur mit einem kostenpflichtigen Abonnement zur Verfügung (z. B. Berichte und Summen) oder fehlen ganz (z. B. Trainingsziele).

Dennoch ist MotionBased eine weitere gute Alternative zum Training Center, mit allen Vorteilen, die ein Onlinedienst bietet. Allerdings ist man gezwungen, alle Daten sowohl in Garmin Connect als auch in MotionBased zu verwalten – wie gesagt handelt es sich um zwei getrennte Webapplikationen mit jeweils eigener Datenbank. Oder man verlässt sich sich darauf, dass MotionBased in seinem vollen Funktionsumfang möglichst bald in Garmin Connect aufgeht und dabei alle Daten korrekt und vollständig übernommen werden… ;)

Leider wird eine umfassende, wirklich befriedigende Lösung wohl erst dann zur Verfügung stehen, wenn MotionBased und Garmin Connect zusammengeführt wurden und dabei keine Funktionen der jeweiligen Webapplikation auf der Strecke bleiben. In diesem Fall würde das Training Center auf jeden Fall alt aussehen und (abgesehen von der Tatsache, dass man es auch offline nutzen kann) jegliche Existenzberechtigung verlieren.

Wer aber mit allen drei angebotenen Lösungen partout nicht glücklich werden kann oder will, hat eine letzte, (fast) kostenlose Möglichkeit: SportTracks unter Windows bzw. TrailRunner unter OS X.

11 Antworten

21 05 2009
Werner

Hallo Steffen,
habe mir vor 3 Wochen den Edge 705 gekauft und bin dank Deiner Seite recht schnell damit klar gekommen. Beim Googeln zum Thema habe ich 2 Seiten entdeckt, die ähnliches bieten, wie Garmin Connect. Vielleicht auch schon bekannt?
http://trainingstagebuch.org/
http://www.sentiero.de/

Viele Grüße aus Mannheim
Werner

10 06 2009
Heinz Kießler

Eine weitere interessante Anwendung ist bikeXperience. (www.bikexperience.de). Sie läuft auf Mac OS X, Linux und Windoof und kann neben .tcx-Files auch Daten anderer Radcomputer verarbeiten (z.B. Ciclo, Sigma, Polar)

10 06 2009
Steffen

Falls jemand solche Drittsoftware (BikeXperience, TrailRunner, RubiTrack) verwendet, wäre ein kurzer Gastartikel dazu hochgradig willkommen.

11 02 2009
Ueli Hebeisen

nach zweimonatiger „Bike-Abstinenz“, es ist mir einfach zu kalt und zu rutschig (eisige Wege) gewesen, habe ich meine Trainingsdaten nun wieder auf Garmin Connect hogeladen. Und siehe da, es hat sich was getan über den Jahreswechsel: neu ist die Funktion Play, und nun können auch zwei Grössen in der Grafik übereinander dargestellt werden, zB Puls und Höhe.
Mit Play startet man das Training in einer Art Film: je ein Cursor zeigt mir auf der Karte wo ich mich bewegt habe und parallel dazu läuft der zweite in der Grafik mit. Interessantes Gadget, das ich dann auch einmal bei einem Lauftraining benutze.
Spannend wird es vor allem dann, wenn man noch andere Benutzer auf der gleichen Strecke darstellen kann. Vor allem bei einem Wettbewerb stelle ich mir das als nützliche Eigenschaft vor: wer ist wo durchgefahren und wann ist die Person XY in Führung gegangen (bei einem Bike-O).

9 10 2008
Steffen

Hallo Stefan,

das weiß ich nicht – ich kenne die Strecke ja nicht. ;)

Ich gehe aber ebenfalls davon aus, dass die Werte von GC und MB realistisch sind – schließlich erfolgt hier online ein Abgleich über geeignete Datenbanken. TC dürfte die Werte übernehmen, die der Edge barometrisch erfasst und in der Aufzeichnung gespeichert hat, und die barometrische Höhenmessung ist nunmal leider fehleranfällig.

Viele Grüße

Steffen

18 05 2009
Klemens

Hallo Steffen,

Wollte nur anmerken, dass ich so eine hohe Abwertung nicht feststellen konnte, sondern, dass ich mit der Genauigkeit der Höhenmessung sehr zufrieden bin. Bei mir zeigt der EDGE auf gleichen Strecken immer sehr ähnliche Werte an, die höchstens um ein paar Meter voneinander abweichen.

Außerdem dachte ich, dass die barometrische Höhenmessung nur ein „Backup“ für die GPS basierte Höhenmessung ist und vor allem dazu da ist um Sprüngen vorzubeugen (also, dass man ständig ein paar Meter gewinnt und dann wieder verliert, obwohl man in Wirklichkeit zB am gleichen Platz stehen bleibt). Und wenn genügend Satellitenempfang vorhanden ist, sollte die GPS Höhenmessung ja grundsätzlich sehr genau sein. Wenn dann wieder nicht so viel Empfang vorhanden ist, übernimmt der barometrische Höhenmesser die Feinabstimmung. Die Kalibrierung kann aber wohl nur über die Satelliten erfolgen, da sich der Luftdruck ja auch wetterbedingt ändert. Das kennt man von diesen Höhenmessuhren.

Vielleicht habe ich da aber auch was falsch verstanden oder misinterpretiert.

Klemens

9 10 2008
Stefan

Hallo Steffen, ich kann mich den anderen Kolleschen, die schon was zu deiner Seite geschrieben haben nur anschließen. Absolut TOP. Hilft den Nutzern des Edge 705 sehr gut weiter. Problem Höhenmessung. Ich habe vier Strecken ins TrainingCenter, MotionBased und GarminConnect geladen. Folgende Ergebnisse (in Meter):
MB GC TC
646 651 506
396 396 328
370 370 275
322 323 238
Die Differenzen zwischen MB und GC kann man wohl vernachlässigen. Zum TC sind sie allerdings enorm.
Aber was stimmt nun wirklich? Wohl eher MB und GC, oder was meinst du?
Gruß
Stefan

4 10 2008
Steffen

Hallo Mark,

importier die aufgezeichnete Datei mal in MotionBased. Es wäre interessant zu wissen, ob die von Dir genannten Verzerrungen auch dort auftreten. Anschließend kannst Du in MotionBased die Höhendaten bereinigen lassen, wie entwickeln sich die Abweichungen dann?

Auf jeden Fall handelt es sich offenbar um ein Problem von Garmin Connect -> Garmin Support.

Ja, die ermittelten Geschwindigkeiten sind im Rahmen der GPS-Toleranz korrekt. So wie bei jedem anderen GPS-Gerät halt auch.

Gruß

Steffen

3 10 2008
Mark

Hallo Steffen,

nochmal zu dem Phänomen der Höhenabweichung: ich bin vor ein paar Tagen eine Runde gefahren, die ich vorher schon „hunderte“ Mal mit meinem alten Tacho mit barometrischer Höhenmessung abgefahren war. Der war exakt, was ich von Runden mit Freunden weiß, die stets auf die gleichen Werte kamen. Auch die Anzeige im Edge lag sehr nah bei den bisherigen Werte. Nach Export auf Garmin Connect gab´s wieder einen Zuschlag von ca. 20-30%. Meines Erachtens stimmen die niedrigeren Werte.

Zu den Tachoabweichungen: d.h. also, die ermittelten Durchschnittsgeschwindigkeiten sind korrekt trotz der dauernden Schwankungen?

Viele Grüße
Mark

22 09 2008
Steffen

Hi Mark,

zu Deinen Fragen:

1. Garmin Connect basiert auf MotionBased und MotionBased bringt die Fähigkeit mit, erfasste Höhenangaben auf Basis von in Datenbanken gespeicherten GPS-Koordinaten zu bereinigen bzw. zu korrigieren. Eventuell wurde dieses Feature mittlerweile auch in Garmin Connect übernommen, was den von Dir beobachteten Effekt erklären würde.

2. a) Natürlich weicht die Route ab. Eine Route ist eine Ansammlung von Wegpunkten, die in einer bestimmten Reihenfolge angefahren werden. Der Weg zwischen Ihnen ist dabei unbestimmt und wird von der jeweiligen Software bzw. dem GPS-Gerät, auf dem man die Route aufruft, ad hoc berechnet („Autorouting“). Sind die Routenoptionen im Edge andere als im RRP 6.0 bzw. das Kartenmaterial des CN anders als das im RRP, ergibt sich zwangsläufig eine andere Routenführung.

2. b) Wenn Du einen Track exportierst und diesen auch als Track nutzen willst (also OHNE Autorouting), muss der Export als .tcx erfolgen. .gps-Dateien sind für den Edge IMMER Routen, .gps-Tracks sind für die Verwendung auf dem Edge also NICHT geeignet! Hier muss man wirklich begrifflich und inhaltlich sauber sein, sonst bekommt man die verwirrensten Ergebnisse. Exportierst Du einen .gps-Track, kannst Du ihn (wenn überhaupt!) nur als Route verwenden, womit wieder die unter 2. a) beschriebenen Effekte auftreten.

3. Die Schwankungen der Geschwindigkeitsanzeige sind technisch bedingt und hängen mit dem Intervall, in dem das GPS-Signal abgetastet wird, zusammen. Aufgrund der Genauigkeit des GPS-Signals (ca. 10 Meter Abweichung im Durchschnitt) lässt sich das „Springen“ der Geschwindigkeitsanzeige leider nicht vermeiden, es sei denn, man würde das GPS-Signal softwareseitig mathematisch glätten. Ist nur ein „kosmetisches“ Problem.

Viele Grüße

Steffen

20 09 2008
Mark

Hallo Steffen,

mal wieder ein paar Fragen:

1. Wenn ich Touren ins Garmin Connect importiere, sind die dort angezeigten Höhenmeter (Summe) um einiges höher als im Edge vorher ablesbar war. Konkret bei der heutigen Tour: 490 im Edge, 650 im GC. Woran liegt das? Ermittelt der GC die Hm vielleicht nochmals separat aus den Waypoints? Denn auch die Route stimmt nicht ganz mit der tatsächlich gefahrenen überein, was man ja in der Kartenansicht super nachvollziehen kann.

2. Bei der Planung von Routen mittels RRP und anschließender Übertragung in den City Navigator werden neben der Route auch ein Track exportiert. Zudem weicht die Route im City Nav. z.T. von der im RRP geplanten ab. Das kann man dann zwar manuell korrigieren, ist aber nervig.

3. Wie genau ist der Edge Deiner Erfahrung nach bei der km/h-Angabe. Insb. in Waldstücken habe ich ziemliche Schwankungen in der Anzeige festgestellt, obwohl die GPS-Genaugikeit immer um die 6m war. Die gefahrenen Km stimmen aber sehr genau mit den tatsächlichen überein (ich habe meinen alten Tacho derzeit noch parallel montiert).

Insg. bin ich mit dem Edge super zufrieden, die Möglichkeiten sind wirklich unglaublich vielseitig und auch das Garmin Connect ist klasse (viel, viel besser als das Training Center, wenn man von der Startzeit mal absieht). Deine Tips haben mir bei den ersten Schritten sehr geholfen und sind immer noch ein wichtiges Nachschlagewerk. Danke!

Viele Grüße
Mark

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