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Der 705 im 30-Stunden-Dauereinsatz

Der Akku des 705ers reicht etwa 15 Stunden. Was also machen, wenn man länger unterwegs ist, aber auf Routenführung nicht verzichten möchte?

Diese Frage stellte sich mir vor dem Schweizer Radmarathon über 600km. Ich fand folgende Lösung, die sich nun auch in der Praxis bewährt hat: Ich habe ein batteriegepuffertes Ladegerät (Zzing) mitgeführt, das der 705er als USB-Stromzufuhr akzeptiert.

Zzing - USB Lädegerät

Zzing - USB Lädegerät

Etwa 14 Stunden fuhr ich über den internen Akku des 705ers, dann schloss ich über das (Garmin-)USB-Kabel das Zzing an. Das zuvor geladene Zzing versorgte den 705er weitere 12 Stunden ohne Probleme. Dann war das Zzing leer, aber der 705er hatte sich inzwischen (trotz Betrieb) soweit wieder geladen, dass er die restlichen 4 Stunden auch überstand und sogar am Ziel noch etwas Reserve hatte.

Und bei mehr als 30 Stunden? Das Zzing kann über einen Nabendynamo aufgeladen werden. Licht und Zzing werden parallel angeschlossen, können allerdings nicht gemeinsam betrieben werden. Also bei Lichtfahrt kann das Zzing nicht geladen werden. Wenn das Zzing geladen wird, ist der zusätzliche Kraftaufwand spürbar, aber nicht so hoch wie bei Lichtbetrieb. Das mitgelieferte Ladekabel reicht vom Nabendynamo bis in die Satteltasche.

Konstruktion: Das Zzing war in der Satteltasche untergebracht. Das (Garmin-)USB-Kabel war mit Kabelbindern am Oberrohr fixiert, der USB-Anschluss in der Satteltasche und der Mini-USB-Anschluss vorn an einem der Bowdenzüge fixiert. Ich habe das 705er am Vorbau ganz nach vorn schieben müssen, um während der Fahrt den Mini-USB anschließen zu können. Den Mini-USB-Anschluss habe ich im Nicht-Betrieb mit einem Schrumpfschlauch gegen Spritzwasser und Dreck geschützt.

Vielen Dank an Martin Huber für diesen interessanten Gastbeitrag!

© Image-Copyrights Ronald Schoen, Zzing.de

  1. Alain
    29. März 2010 um 08:57

    Hallo,
    hat jemand schon einmal diesen Akkupack getestet? Bleibt das Edge während des Ladevorgangs in Betrieb?
    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=390146226185&ssPageName=STRK:MEWAX:IT
    Da man jederzeit die Batterien tauschen kann wäre dies eine einfache Sache.
    Grüße Alain

    • Alain
      9. April 2010 um 09:10

      Hallo,
      habe nicht lange rumgemacht und mir das Akkupack nun gekauft (12 €). Zu beziehen unter: http://www.system-s.com/product_info.php?info=p30804_SYSTEM-S-Batterie-Pack-Adapter-f-r-Garmin-Edge-705.html
      Funktioniert prima, das Edge erkennt es als ext. Ladegerät. Läuft mit 4 normalen AA Batterien.
      Gruß
      Alain

    • Alain
      20. Juni 2010 um 12:13

      Hallo,
      ich habe den Batteriepack nun bei einem 620 km Radmarathon getestet. Losgefahren bin ich mit zugeschaltetem Pack, d.h. das Edge hatte permanent Ladestrom. Angekommen bin ich nach 36 Stunden mit immer noch fast vollem Edge und dem gleichen Bateriepack. Funktioniert also im prima „Dauertest“. Alle Daten wurden aufgezeichnet und der Track hat mir den Weg gewiesen. Den Batteriepack habe ich einfach in einer kleinen Tasche auf dem Oberrohr reingesteckt, das Kabel war lang genug.
      Grüße
      Alain

  2. Bernd
    15. Januar 2010 um 11:59

    Was ich noch suche ist eine Anleitung, für den Akku zu tauschen wenn dieser mal Fratze ist. Garmin bietet ein Austausch Gerät für 120 Eur an, wo ein Jahr Garantie drauf ist.
    Im Zubehör gibt es aber ein gutes Akku für ca 25 Eur. So würde es sofort wieder Einsatzbereit sein.
    Garmin gibt zum öffnen des Edge natürlich nicht ’s herraus.
    Hat jemand das Garmin schon geöffnet bzw Foto davon?
    Gruß
    Bernd

    • Heinz K.
      15. Januar 2010 um 18:09

      Ich hatte den Edge schon mal offen. Einfach die Schrauben auf der Rückseite mit einem Torx-Schraubendreher lösen. Dann kann man die Rückseite abnehmen. Soweit ich mich erinnere, hängt der Akku an zwei Kablen, die an der Platine verlötet sind (Angabe ohne Gewähr).

  3. Jan
    30. Juli 2009 um 10:13

    Ich verwende für Fahrten > 15 Stunden folgendes Ladegerät: http://www.conrad.de/goto.php?artikel=200134. Mit eine AA Zelle (Akku) reicht für weitere 3 Stunden Betrieb. Wenn die mitgenommenen Akkus leer sind, kann man immer noch an der Tankstelle GPS Zeit kaufen🙂. Das Gerät selbst läßt sich problemlos dauerhaft mittels Tape am Lenker fixieren, die Akkus können während der Fahrt ausgetauscht werden.

  4. Udo
    27. Juli 2009 um 12:18

    Danke für den Beitrag.
    Habe mir gerade einen Zzing bestellt.
    Werden mit Rädern, Kinderanhänger und Zelt 14 Tage durch Deutschland fahren (12 Etappen). Da wir die großen Straßen meiden wollen, ist ein Navi schon nicht schlecht. Bei Tagestouren hat mir mein Nokia 5700 , ALK Navisoftware, Solar GPS Maus und USB Headset schon geholfen. Die Dinger brauchen alle Strom und mein Nabendynamo hat derzeit nichts zu tun und läuft im Leerlauf mit. Hoffe das sich das bald ändert und bin gespannt ob alles so funktioniert wie ich mir das so vorstelle. Im September weis ich mehr…

  5. Ritzielm
    20. Juli 2009 um 12:48

    Hallo,

    das ist wirklich hochinteressant und sehr nützlich. Allerdings kann ich noch nicht nachvollziehen, dass das wirklich funktioniert. Mein Edge 705 „glaubt“, dass er am Computer hängt, sobald ich einen USB-Anschluss anstecke, also auch, wenn ich z.B. im Auto (ich verwende ihn auch als Navi) vom Zigarettenanzünder das Ladegerät anhänge.
    Gibt es also eine spezielle Schaltung oder ein spezielles Kabel oder sonst einen Tricck, mit dem der Edge trotz Ladevorgang in Betrieb bleibt?

    Best Grüße

    Elmar (ein anderer)

    • 21. Juli 2009 um 12:02

      Ich vermute, dass das über die Pin-Belegung des Mini-USB-Steckers geregelt wird: Die „Stromleitung“ ist belegt, die „Datenleitung“ nicht.

      • Ritzielm
        21. Juli 2009 um 13:15

        Ja, danke, das klingt logisch.
        Wie aber weiß ich, ob ein USB-Stecker „richtig“ belegt ist (ich hab es ja beim Laden im Auto über den Zigarettenanzänder festgestellt).

        lg

        Elmar

    • Martin
      23. Juli 2009 um 18:27

      Edge 705 mit Original Garmin-USB-Kabel am Zzing:
      Der 705 erkennt das Zzing als externe Stromversorgung und geht nicht in den Abgleich-Modus wie beim Computer.
      Das funktioniert sowohl mit einem laufenden 705, der an das Zzing angeschlossen wird, als auch mit einem ausgeschaltetem 705, der erst nach der Verbindung mit dem Zzing, eingeschaltet wird.

      Viele Grüße
      Martin

      • Ritzielm
        3. August 2009 um 08:56

        Danke, inzwischen habe ich die Lösung gefunden:
        Es liegt tatsächlich an der Kontakbelegung des Mini-USB Steckers beim Ladekabel. Das alte Autoladekabel, das ich habe, dürfte auch über die „Datenkontakte“ Signale abgeben. Jetzt habe ich ein Set von HAMA gekauft, das mehrere Anschlusstecker zum Wechseln hat und da bleibt der Edge 705 in Betrieb, wenn er an den Zigarettenanzünder angesteckt wird.

        Soweit, viele Grüße

        Elmar

  6. Elmar
    20. Juli 2009 um 00:58

    Hi Martin,

    wie hast Du denn den Track über einen so langen Zeitraum aufgezeichnet? Hast Du zwischendurch einen neuen angefangen und die Tracks später am Rechner zusammengefügt?

    Viele Grüße
    Elmar

    • Martin
      23. Juli 2009 um 18:32

      Ich hatte mir die gesamte Strecke (vorsichtshalber) aufgeteilt und als zehn Routen hinterlegt, damit ich zwischendurch als Fallback auch mal vernünftig neu starten könnte.

      Der Track ist eine einzige Datei (mit etwa 13.000 Zeilen) und wird im GarminTraining Center auch einwandfrei angezeigt.

      Viele Grüße
      Martin

  7. Joachim
    18. Juli 2009 um 15:03

    Das ist wirklich eine gute Idee und Umsetzung.
    Vielen Dank für den Tipp.
    Ich werde ihn vielleicht bei einer Tour mit Rad + Zelt einsetzen…

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